Refobacin - Augensalbe

ATC Code
S01AA11
Refobacin - Augensalbe

Merck

Standardarzneimittel
Wirkstoff(e)
Gentamicin
Suchtgift Psychotrop
Nein Nein
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiinfektiva

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Alle Informationen

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Merck

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Refobacin - Augensalbe enthält das Aminoglykosidantibiotikum Gentamicinsulfat und wird zur Vorbeugung und Behandlung von Augeninfektionen angewandt, die durch Bakterien verursacht werden.

Refobacin - Augensalbe wird angewendet

  • zur lokalen Behandlung von Infektionen am Auge durch Bakterien wie Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Blepharitis (Lidrandentzündung), Hordeolum (Gerstenkorn), Blepharokonjunktivitis (kombinierte Lidrand- u. Bindehautentzündung), Dakryozystitis (Entzündung des Tränensacks), Ulcus serpens, sekundär infiziertes Ulcus corneae (Hornhautgeschwüren).
  • zur Vorbeugung einer Infektion bei Verletzungen am Auge z.B. durch Fremdkörper.
  • zur Anwendung vor und nach Operationen am Auge, insbesondere bei Linsenentfernungen.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Refobacin - Augensalbe darf nicht angewandt werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Gentamicinsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile von Refobacin - Augensalbe sind.

Refobacin - Augensalbe ist nicht zur Anwendung am Ohr bestimmt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Refobacin - Augensalbe ist erforderlich,

  • wenn Sie Kontaktlinsen verwenden: In der Regel sollten bei der vorliegenden Erkrankung keine Kontaktlinsen getragen werden. Falls in besonderen Fällen doch Kontaktlinsen getragen werden müssen, sollte Refobacin - Augensalbe möglichst nicht unmittelbar vor bzw. während des Tragens von weichen Kontaktlinsen angewendet werden.

Sollte der behandelnde Arzt aufgrund der Schwere der Erkrankung eine höhere Dosierung als angegeben für notwendig halten, so ist zu berücksichtigen, dass es in Einzelfällen zu Überdosierungserscheinungen kommen kann.

Hierbei können Geschwüre (Ulzerationen) der Augenbindehaut auftreten. In solchen Fällen sollte Refobacin - Augensalbe in der Dosis reduziert oder ganz abgesetzt werden. Gegebenenfalls muss mit einem anderen Antibiotikum weiterbehandelt werden.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen ist die Therapie abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Ältere Menschen und Kinder:

Bei Kindern und älteren Menschen sind keine speziellen Besonderheiten zu berücksichtigen.

Bei Anwendung von Refobacin - Augensalbe mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Gentamicin ist bei der Anwendung am Auge inkompatibel mit Amphotericin B, Heparin, Sulfadiazin, Cephalotin und Cloxacillin. Die gleichzeitige lokale Applikation von Gentamicin mit einem dieser Mittel kann sichtbare Niederschläge im Bindehautsack verursachen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Über die Anwendung von Gentamicin Augensalbe bei Schwangeren liegen bisher keine Erfahrungen vor.

Über die Anwendung von Refobacin - Augensalbe während der Schwangerschaft und Stillperiode entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

 ACHTUNG: Dieses Arzneimittel kann das Sehvermögen und damit die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Bei der Anwendung von Refobacin - Augensalbe kann es zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Sehschärfe durch einen Salbenschmierfilm auf der Hornhaut kommen. Dies beeinträchtigt die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen. Dies gilt auch für Arbeiten ohne sicheren Halt.

Sollte es nach der Anwendung zu Seheinschränkungen kommen, müssen Sie abwarten, bis die Sicht wieder klar wird bevor Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Refobacin – Augensalbe immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

2 bis 3mal täglich jeweils einen Salbenstrang von cm in den unteren Bindehautsack einstreichen.

Die Anwendung von Refobacin - Augensalbe empfiehlt sich (bei ambulanten Patienten) vor allem während der Nacht. Am Tage kann es zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Sehschärfe durch einen Salbenschmierfilm auf der Hornhaut kommen. Dies ist insbesondere bei ambulanten Patienten zu beachten (z.B. Autofahrer).

Refobacin - Augensalbe ist so lange anzuwenden, solange ein bakterieller Befund besteht. Die Behandlungsdauer von maximal 2-3 Wochen sollte nicht überschritten werden.

Die abwechselnde Anwendung von Refobacin - Augensalbe und Augentropfen ist möglich.

Wenn Sie eine größere Menge von Refobacin - Augensalbe angewendet haben, als Sie sollten

Es kann in Einzelfällen zu Überdosierungserscheinungen kommen. Befragen Sie in diesem Fall Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Refobacin - Augensalbe vergessen haben

Es ist bei den nächsten Malen wieder die verordnete Menge Refobacin - Augensalbe anzuwenden. Bei Unklarheiten ist der Arzt zu befragen.

Wenn Sie die Anwendung von Refobacin - Augensalbe abbrechen

Auch wenn die Beschwerden spürbar besser werden, so ist dennoch die Behandlung auf jeden Fall zu Ende zu führen, da nur so gewährleistet ist, dass die Erreger vollständig beseitigt werden.

Sollte die Behandlung unterbrochen werden, z.B. weil die auftretenden Nebenwirkungen zu stark erscheinen, ist der Arzt zu befragen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Refobacin - Augensalbe Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Organsystemen und Häufigkeit eingeteilt. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig

Mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig

Bei 1 bis 10 von 100 Behandelten

Gelegentlich

Bei 1 bis 10 von 1000 Behandelten

Selten

Bei 1 bis 10 von 10.000 Behandelten

Sehr selten

Weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Augen

Pupillenerweiterung (Mydriasis)

des behandelten

Sehr selten

 

Auges

 

Allgemeine Erkrankungen

Überempfindlichkeitsreaktionen,

z.B. vorübergehend

Häufig

 

ein leichtes Brennen, sowie Kontaktsensibilisierungen

 

(Bereitschaft zur Kontaktallergie)

 

Die Heilung von Verletzungen der Hornhaut kann beeinträchtigt sein.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

Nach Öffnen der Tube darf der Inhalt nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Refobacin - Augensalbe enthält

  • Der Wirkstoff ist: Gentamicinsulfat 1 g Salbe enthält 5,0 mg Gentamicinsulfat (entspricht 3 mg Gentamicin).
  • Die sonstige Bestandteile sind: Dickflüssiges Paraffin, weißes Vaselin.

Wie Refobacin - Augensalbe aussieht und Inhalt der Packung

Refobacin – Augensalbe ist eine weißlich bis gelbe Salbe.

Eine Tube (Aluminiumtube mit Applikationsspitze und Schraubkappe aus Kunststoff) enthält 2,5 g Augensalbe.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merck GmbH, Wien

Hersteller:

Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland

Z. Nr.: 15.726

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2008.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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